Dienstag, 21. Mai 2013

Verladetraining März 2012

Etwas was mich vor jedem Distanzritt derbe gestresst hat war das Verladen. Rubin hatte zeitlebens nie gelernt auf den Hänger zu gehen und es dauerte in der Regel ewig, bis er raufging. Am schlimmsten war eigentlich immer, dass seine ehemaligen Besitzer mir immer "helfen" wollten. Das sah dann so aus dass er am Hänger festgebunden wurde und draufgekloppt wurde, was ich immer noch viel schlimmer fand als stundenlang vor dem Hänger zu stehen. Das ging so nicht, obwohl sich darüber lustig gemacht wurde, habe ich im März 2012 einen Verladetrainer geholt. SO ging es jedenfalls nicht weiter und alleine hab ich es nicht hinbekommen. Hier der Bericht:

Heute war Carsten Goll bei uns um uns mit Rubins Verladeproblem zu helfen. Wo ich mir das angeschaut habe war ich schon froh, dass ich das nicht mit ihm ausdiskutieren musste, allein schon weil ich nicht dieses Reaktionsvermögen hätte. Rubin hat sich als allererstes natürlich losgerissen, worauf wir vom Knotenhalfter auf Trense umgestiegen sind, da er meinte es mache keinen Sinn es mit Halfter zu versuchen da man gegen 400kg einfach keine Chance habe und es nichts bringt wenn er jedesmal zum Erfolg kommt, erst muss die Verhaltenskette durchbrochen werden.
So weglaufen war dann also nicht mehr, aber man hat ja noch mehr Tricks, wie ständig sich seitlich zu drehen das man neben dem Hänger steht - ätsch. Er hat dann jeweils auf der Seite auf die er sich drehen wollte mit dem Stick, einer Art Peitsche, ordentlich Krawall auf dem Boden gemacht so dass es für Rubin sehr unangenehm wurde wenn er nicht frontal zum Hänger stand. Das klingt an sich simpel, aber immer so schnell die Seiten zu wechseln und dabei aufzupassen dass er nicht stiften geht - puh! Steigen ging bei Rubin eigentlich, er hat es ein paar Mal versucht, aber irgendwie hat er ihm dafür nicht die Zeit gegeben, das konnte ich nicht wirklich durchblicken.
Am Ende erfolgte natürlich die Einsicht und er ging auf den Hänger, dann wieder diskutieren, wieder auf den Hänger und schließlich immer leichter und schneller und zum Schluss problemlos. Der Blick nach rechts a la "komm ich da weg?" ist noch da, aber er hat nichts mehr gemacht. Ich habe ihn dann auch selber einige Male verladen und es ging alles ohne Probleme. Ich soll ihn nun alle 2-3 Tage mal verladen. Sobald der Stress weniger ist, auch mal etwas spielerisch am Hänger arbeiten, dass ich ihn am Ende auch nur noch reinschicken muss oder rückwärts verladen etc. Rubin hat an sich auch keine Angst vor dem Hänger, die Angst war irgendwann mal der Auslöser für das Problem, aber jetzt handelt es sich einfach um ein festgefahrenes Verhaltensmuster was durchbrochen werden muss.
Ich bin sehr gespannt wie es am Samstag klappt! Nach 1,5h Arbeit am Hänger durfte Rubin dann für heute Feierabend machen. Ich glaube er hatte sich den Tag ursprünglich anders vorgestellt ;)



Zur Feier des Tages habe ich heute die Nennungen für April und Mai rausgeschickt! :)

Bericht von Training Nr.3:

Diesmal war Rubin der Meinung sich vor den Hühnern zu gruseln (die letztes Mal auch schon da waren) und hat doch tatsächlich zweimal versucht sich einfach wegzudrehen. Das erste Mal habe ich dann wie Carsten auf der Seite mit dem Stick Radau gemacht und er ging sofort rauf. Beim zweiten Mal lief er ein wenig zur Seite, ich wollte den Stick grade auf die Seite rüber nehmen und schon marschierte er gradeaus auf den Hänger. Da sieht man doch wie wichtig es ist weiter zu üben! Ich bin diesmal auch ein paar Mal nicht ganz mit raufgegangen sondern hinten an den Stangen stehen geblieben um sie hinter ihm zu verschließen, hat super geklappt! Ich kann Rubin nun also auch ganz allein verladen, sehr praktisch! :D Die Tür vorne habe ich diesmal auch zugelassen, da ich eh keinen hatte der mir den Eimer anreicht und ich ihn so ohnehin in den Hänger stellen musste. Aber das schien ihn nicht weiter zu stören. Auch das ich allein zum Ende gehe und die Stange aufmache und er bleibt trotzdem stehen hat sehr schön geklappt!

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