Donnerstag, 16. Mai 2013

Winter 2010/2011

Nach unserem letzten Distanzritt gehe ich ein weiteres Mal für zwei Monate ins Ausland und lasse mich hinterher von Schauermärchen über Rubin aufklären. Es tut mir ja Leid Pony!

Auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung stoße ich auf den Longenkurs von Babette Teschen und fange an, Rubin danach zu arbeiten. Ich will endlich irgendwie dieses Losreiß-Problem angehen. Ich weiß zwar wie ich ihn führen muss, dass es nicht passiert, und wegrennen tut er so schonmal gar nicht vor mir, aber WEG war das Problem noch lange nicht. Ich beginne mich mit Natural Horsemanship zu beschäftigen, Rubin und ich spielen die sieben Spiele und oh Wunder, Rubin eignet sich sogar für Liberty, die freie Arbeit mit dem Pferd. Ich lerne anhand dieser Arbeit viel neues über Rubin. Zum Beispiel dass er ein echter Hektiker ist, der lernen muss zuzuhören und ruhig zu bleiben. Rubin lernt außerdem, dass es sich lohnt zuzuhören, dass ich nicht hektisch werde und zuschlage, wenn etwas nicht klappt. Das wir es solange probieren, bis es klappt und wir fair zueinander sind. Zum Schluss kann ich hinter Rubin stehen und über ihm die Peitsche knallen lassen, Rubin steht ruhig da. Zuvor hatte er niemandem in seinem Rücken akzeptiert aufgrund schlechter Erfahrungen. Er lässt sich seitwärts schicken, die Hinterhand schieben, die Vorhand schieben, er geht auf meine Andeutungen hin rückwärts und das alles macht er auch ohne Halfter und Strick. Ich lerne viel über die Kommunikation zum Pferd, wie lernt es, was versteht es, wie arbeite ich vernünftig mit Druck, wann nehme ich den Druck weg. Wir lernen sooo viel und auch die letzten Macken beim Ausreiten verschwinden. Rubin bleibt nicht mehr stehen, rennt nicht mehr rückwärts, ich kann ihm nun klar machen, was ich nicht möchte und was ich möchte.

Zeitgleich beginnt eine Sattelodysee. Nach dem Ritt im Herbst bin ich der Meinung, dass der Sattel nicht passt. Doch der passt. Die Sattlerin sagt der passt. Ich bin davon überzeugt, dass er auf jedenfall zu lang ist, aber nein, der passt. Nach einem langen Winter der Dikussionen kommt die Chiropraktikerin und sagt: Dieser Sattel passt nicht. Ich nehme mein gespartes in die Hand und kaufe einen Torsion, der sich leider nicht als das richtige herausstellt. Am Ende landen wir beim Startrekk Comfort, mit dem wir heute noch hochzufrieden sind.

Ich bin nicht so glücklich mit der Tatsache, dass Rubin Vollbeschlag hat. Seine Hufe sehen ohnehin seit ich ihn kenne schlimm aus und brechen immer weg. Mir wird immer gesagt, dass er ohne Eisen keinen Meter gehen würde. Auf meinen Wunsch hin werden Duplos ausprobiert, Beschläge aus Kunstoff die die entsprechende Dämpfung aufweisen. Der Schmied hält überhaupt nichts davon, meint aber er könne das, vernagelt sich und was nicht alles. Wir reiten einen Distanzritt und alles ist prima. Auf einmal meint die Chiropraktikerin die Duplos wären total schlecht für Rubin, der Schmied war ja sowieso immer dagegen und angeblich würde Rubin deswegen lahmen und die Dinger kommen wieder runter, zurück zum Vollbeschlag. Später stellt die Tierärztin die Sache ein wenig anders dar, aber da hört keiner mehr hin.

Ich kaufe im Frühjahr außerdem spezielles Mineralfutter für Rubin damit er auch im Sommer welches bekommt, das Lexa Mineral Sport. Zumal ich von dem welches sie im Winter bekommen schon nicht so überzeugt bin da es nach meinen Rechnungen einen Zinkmangel hervorruft. Ich hoffe dass die bessere Versorgung etwas für seine katastrophalen Hufe tut.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen